Frauentag am 8. März 2016 - Mut zu Gleichstellungspolitik!

08. März 2016 | Frauenpolitik / Gleichstellung

Zum Internationalen Frauentag bemerkt die fränkische SPD-Europaabgeordnete Kerstin Westphal: „Beim Thema Gleichstellung scheint es in Europa an Mut zu fehlen. Und damit meine ich nicht die vielen Fraueninitiativen, die europaweit engagiert für mehr Gleichstellung streiten, sondern Stimmen, die das Rad eher zurück als vorwärts drehen wollen. Gerade in Zeiten, wo in einigen Ländern Diskussionen über eine längst veraltete, traditionelle Rolle der Frau geführt werden, müssen wir klare Kante zeigen!“

Ein Beispiel ist die EU-Kommission. Sie hat zwar eine Initiative gestartet, die die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben auf umfassende Weise berücksichtigen soll. Doch sind die bisherigen Pläne eher enttäuschend. „Ich fordere die Kommission auf, selbstbewusst und mutig ihre internen Papiere zu einem offiziellen Dokument zu machen, und dieses dann gegen die überholten Argumente zu verteidigen. Denn eins ist klar, und wurde auch vom SPD-Landesparteitag am Samstag nochmal bekräftigt: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss endlich Wirklichkeit werden!“, so Kerstin Westphal, die auch Vorsitzende der AsF – Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Unterbezirk Schweinfurt / Kitzingen ist.

Auch in Deutschland ist noch viel zu tun. Nicht nur die Silvesternacht in Köln, sondern auch jeder Zeitungsartikel über häusliche Gewalt oder über Vergewaltigungen zeigen: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen muss ernst genommen werden!

Die Vorsitzende der ASF in Unterfranken, Ursula Kirmeier, fügt hinzu: „Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache! Gewalt gegen Frauen geht Alle an! Gewalt gegen Frauen gibt es nicht erst seit der Silvesternacht in Köln! Es muss allen Gewalttätern klar sein, dass ihre Taten Konsequenzen haben. Auch hier brauchen wir mutige Politik, die vorurteilsfrei gegen Gewalt und Sexismus vorgeht!

Für unsere unterfränkische AsF-Kampagne „Let´s face it“ – Sieh der Wahrheit ins Gesicht und setzt die rosarote Brille ab! - die auf die gravierende Unterfinanzierung der bayerischen Frauenhäuser und völlig unzureichende Anzahl auf Frauenhausplätze hingewiesen hat, und von der BayernSPD den Toni Pfülf Preis erhielt, zeigte den richtigen Weg.

Jedoch wurde die daraus entstandene Petition von der bayerischen Staatsregierung auf Eis gelegt. Jetzt ist es an der Zeit den Worten Taten folgen zu lassen. Hilfe- und Beratungseinrichtungen für Frauen und Mädchen, die auch den Zugang für geflüchtete Frauen beinhaltet, sind unabdingbar und müssen gefördert werden!“

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