Kerstin Westphal: Für eine faire Anerkennung von Berufsausbildungen

Pflegekraft, Foto: colourbox

19. Januar 2018

Europäisches Parlament stimmt gegen unverhältnismäßige Hindernisse bei freiberuflichen Dienstleistungen

Bürger und Bürgerinnen können überall in der Europäischen Union ihren Beruf frei ausüben, soweit ihre erworbene Berufsqualifikation in dem jeweils anderen EU-Mitgliedstaat ebenfalls anerkannt ist. Dabei gibt es allerdings in einigen Mitgliedstaaten unverhältnismäßige Hindernisse - zum Beispiel im Bausektor oder im Rechtswesen. Im Hinblick auf den weiter zusammen wachsenden europäischen Binnenmarkts wollen die EU-Abgeordneten der SPD diese Hindernisse weiter abbauen.

„Was wir wollen sind einerseits ein hohes Maß an Verbraucherschutz sowie beste Qualität bei Dienstleistungen. Gleichzeitig müssen aber diskriminierende, ungerechtfertigte und unverhältnismäßige Barrieren im Europäischen Binnenmarkt abgeschafft werden“, sagt die fränkische EU-Abgeordnete und Verbraucherschutz-Expertin Kerstin Westphal.

Am Donnerstag stimmte das Plenum für den Initiativbericht zur Reform der freiberuflichen Dienstleistungen und unterstützt damit die Reformempfehlung der EU-Kommission.

„Wir wollen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unsere Umwelt schützen, wir wollen auch eine ordnungsgemäße Rechtspflege wahren. Wir Sozialdemokraten erkennen an, dass die Reglementierung von verschiedenen Berufen durch die Mitgliedstaaten weiterhin notwendig ist. Allerdings dürfen diskriminierende, ungerechtfertigte und unverhältnismäßige Anforderungen junge Berufstätige keinesfalls an der Ausübung ihres Berufes hindern“, so Westphal.

Der Bericht wird nun an den Europäischen Rat und die Europäische Kommission übermittelt.

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