Kerstin Westphal: Mehr Gleichberechtigung für Frauen einfordern

Foto: Pixabay, Frau mit Schutzbrille

07. März 2019

Zum Internationalen Frauentag am 8.März fordert die Schweinfurter SPD-Europaabgeordnete Kerstin Westphal mehr Gleichberechtigung für Frauen. „Die Frauenrechte erleben in Europa gerade einen herben Rückschlag. Unsere Töchter drohen weniger Rechte zu haben als ihre Mütter!

Polen beschließt sein restriktives Abtreibungsgesetz; Ungarn schafft die Geschlechterforschung an den Universitäten ab; Bulgarien weigert sich, die Istanbul-Konvention zu ratifizieren, die Frauen vor Gewalt schützen soll; in Spanien und Portugal wollen die konservativen Kräfte Maßnahmen zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt aufheben! Selbst in Frankreich und Deutschland werden hitzige Debatten über die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte geführt, die schon lange als gesichert galten“, kritisiert Westphal die Entwicklungen in den EU-Mitgliedsstaaten.

Nur sechs EU-Staaten garantieren Gleichberechtigung per Gesetz - Deutschland ist nicht darunter!

„Frauen verdienen weniger, später sind ihre Renten und Pensionen viel niedriger, sie haben es auf dem Arbeitsmarkt schwerer, und sie sind nach wie vor hauptverantwortlich für die Pflege betreuungsbedürftiger Familienangehöriger oder die Kindererziehung. Was noch schlimmer ist: Täglich erleiden Frauen Gewalt und werden durch sexistische Gewalt umgebracht. Frauen haben Angst, alleine nach Hause zu gehen oder Sport zu treiben. Das muss aufhören!“, fordert auch die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Unterfranken, Ursula Kirmeier.

IBRD-Studie: Nur sechs EU-Staaten garantieren Gleichberechtigung per Gesetz „Lediglich sechs Staaten weltweit garantieren Männern und Frauen per Gesetzt gleiche Rechte – die Bundesrepublik ist nicht darunter“, betont die SPD-Politikerin aus Schweinfurt. Lediglich Schweden, Belgien, Dänemark, Frankreich, Lettland und Luxemburg garantieren Frauen per Gesetz eine völlige Gleichberechtigung, heißt es in einer aktuellen Studie der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) des Weltbank-Instituts.

„Deutschland landete auf dem 31. Rang, noch hinter Peru, Ungarn und Paraguay!“, so Westphal. In der Bundesrepublik bemängelte das Weltbank-Institut vor allem Ungleichheiten beim Einkommen und in der Kinderbetreuung, für Westphal und Kirmeier ein altbekanntes Problem. „Noch immer verdienen Frauen in Deutschland rund 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen im gleichen Job. Für jeden Euro, den ein Mann verdient, erhält eine Frau nur 79 Cent. Ich will, dass diese Lücke geschlossen wird, diese strukturelle Diskriminierung von Frauen beendet wird“, so Kerstin Westphal.

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