Kerstin Westphal: „Wifi4EU“ verbindet Europa

Smartphone

14. September 2017

Kostenloses WLAN für mehr als 6.000 europäische Kommunen

Kostenfreies Internet-Surfen in öffentlichen Bereichen, wie in Krankenhäusern, Parks und Bibliotheken, wird für viele Menschen in der EU bald zum Alltag gehören. "Mit großer Mehrheit haben wir im Europäischen Parlament beschlossen mehr als 6.000 Gemeinden mit 120 Millionen Euro zu fördern. Mit diesem Geld können Kommunen die kostenlosen WLAN-Hotspots „Wifi4EU“ für ihre BürgerInnen bereitstellen. Ich finde, eine gute Initiative der EU!", so die fränkische SPD-Europaabgeordnete Kerstin Westphal.

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist eines der Kernthemen der Europa-SPD. "Gerade als Mitglied im Regionalausschuss (REGI) liegt es mir besonders am Herzen, dass ländliche oder finanzschwache Kommunen bei der Digitalisierung nicht abgehängt werden. Jeder kann sich bewerben - ausgewählt wird nach dem Prinzip, 'Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, erklärt Westphal.

Der Bewerbungsaufwand ist zum Glück gering und somit bietet sich gerade auch für kleine Gemeinden eine gute Gelegenheit. "Es geht erstmal darum, Orte auszustatten, an denen bisher kein kostenloser privater oder öffentlicher WLAN-Hotspot vorhanden ist. Somit können wir dazu beitragen, dass etliche Orte in der EU sowohl für Einheimische als auch für Touristen attraktiver werden. Gefördert wird ein „Wifi4EU“-Zugang nur dann, wenn er nicht für Werbezwecke missbraucht wird und persönliche Daten unangetastet bleiben."

Nachtrag von Kerstin Westphal:

  • "Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: 20.9.2017) liegen bei der EU Kommission noch keine allzu konkreten Informationen vor. Vorab kann ich Ihnen mitteilen:

  • Die EU-Kommission wartet aktuell noch auf die offizielle Genehmigung des Rates, diese soll Ende Oktober kommen. Danach wird eine Online-Plattform erstellt, auf welcher sich die Gemeinden bewerben können.

  • Das System funktioniert mit Gutscheinen („Vouchern“) – jede Kommune, die noch über kein kostenloses (öffentliches oder privates) WLAN verfügt, kann sich bewerben. Bei erfolgreicher Bewerbung wird ein Gutschein ausgestellt. Mit diesem kann ein Dienstleister beauftragt werden, einen WLAN-Hotspot zu errichten. Der Dienstleister wiederum reicht diesen Gutschein bei der EU-Kommission ein und wird von dort direkt bezahlt – somit muss keine Gemeinde eigenes Geld in die Hand nehmen.

  • Die erste Bewerbungsrunde soll noch dieses Jahr stattfinden, die ersten Gutscheine Anfang nächsten Jahres vergeben werden. Die nötigen Informationen werden zeitnah veröffentlicht.

Ich möchte Sie bitten, diese Informationen breit zu streuen. Es besteht jetzt schon ein sehr großes Interesse an dieser Initiative.

Weitere Infos dazu gibt es hier:

Teilen