SPD-Unterfranken nominiert Kerstin Westphal erneut als Europakandidatin

Kerstin Westphal, Udo Bullmann, Bernd Rützel, Kathi Petersen

15. Juli 2018

Gleich drei Europaabgeordnete waren bei der Delegiertenkonferenz der UnterfrankenSPD im Naturfreundehaus Schweinfurt dabei. Die rund 100 Delegierten nominierten mit 94 Prozent ihre derzeitige Europaabgeordnete Kerstin Westphal aus Schweinfurt als Kandidatin für die Europawahl 2019, die sich souverän und erwartungsgemäß gegen Wilfried Oelmann aus Aschaffenburg durchsetzte.

Mit Udo Bullmann hatten Genossinnen und Genossen einen der führenden deutschen Sozialdemokraten zu Gast. Mit dabei war außerdem Constanze Krehl, EU-Parlamentarierin aus Sachsen, die sich in Franken verschiedene EU-geförderte Projekte angesehen hatte und noch einen Stopp in Schweinfurt einlegte. „Wir sind seit über 150 Jahren die Europapartei, wir müssen uns vor niemandem verstecken, sondern unsere Werte von Demokratie und Freiheit lautstark vertreten“, sagte Bullmann. „Wir haben immer gegen Nationalisten und Rechte angekämpft und gegen die Macht von Großkonzernen.“

Delegiertenkonferenz Schweinfurt
Rund 100 Delegierte kamen ins Schweinfurter Naturfreundehaus.

Kerstin Westphal unterstrich in ihrer Rede an die Delegierten die vielen Vorteile der Europäischen Union. „Das berührt uns meistens unbewusst, aber dennoch jeden einzelnen Tag: beim Einkaufen im Supermarkt oder im Internet, kein Roaming mehr beim Telefonieren, freie Fahrt bei der Urlaubreise in Europa, Sicherheit bei eingeführten Waren, beim Schutz unserer Verbraucherrechte – überall hat die EU den Menschen Verbesserungen gebracht“, betonte Westphal.

Europawahl 2019

Die Schweinfurterin hielt ein Plädoyer für ein sozialeres Europa, das sich um die Menschen kümmert, die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft und niemanden zurücklässt, für Chancengleichheit und Solidarität, gleiche Löhne für gleiche Arbeit am gleichen Ort, und erntete dafür langen Applaus der Genossinnen und Genossen.

Die BayernSPD hat die kommende Landtagswahl im Oktober zu einer Abstimmung über die Zukunft Europas gemacht. Deshalb gingen alle Rednerinnen und Redner hart ins Gericht mit den populistischen Methoden der bayerischen CSU. „Wir schämen uns für das, was auf dem Rücken der Flüchtenden ausgetragen wird. Das ist nicht unsere Idee von Europa“, sagte Bullmann.

Die Erlenbacherin Helga Raab-Wasse (Bezirkstagskandidatin) setzte sich bei den Delegierten zur sogenannten „Huckepack-Kandidatin“ für die Europaabgeordnete gegen Anna Strvtecky, Baris Yüksel und Lara Albert durch. Als Delegierte zur Bundeseuropakonferenz am 9. Dezember, bei der die Europaliste verabschiedet wird bekamen neben Kerstin Westphal, die stellvertretende Vorsitzende der BayenSPD, Marietta Eder und René van Eckert, der Landtagskandidat für Haßberge-Rhön/Grabfeld das Vertrauen der Delegierten.

Teilen