Kerstin Westphal: Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen weiter schließen

Hände einer alten Frau. Foto: Sabine van Erp, pixabay.com

16. März 2018

von Kerstin Westphal, MdEP

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort! Das muss für Frauen und Männer uneingeschränkt und überall - in Franken und in Europa - gelten! Am 18. März ist "Equal Pay Day", das heißt bis zu diesem Tag arbeiten Frauen aufgrund ihrer niedrigeren Entlohnung im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen umsonst. Diese Lohnslücke muss geschlossen werden. Erst wenn der Equal Pay Day auf den 1. Januar fällt, haben wir unser Ziel erreicht!

Bei gleicher Arbeit am gleichen Arbeitsplatz ist diese Ungleichheit eine große Ungerechtigkeit, die sich über das gesamte Berufsleben fortsetzt. Die Konsequenz: Vor allem Frauen erhalten am Ende ihres Berufslebens weniger Rente. Altersarmut in Deutschland hat allzu oft ein weibliches Gesicht.

Mit der Einführung des Mindestlohns, dem Gesetz für Entgelttransparenz und der gesetzlichen Regelung für mehr Frauen in Führungspositionen hat die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag bereits wichtige Schritte hin zu mehr Entgeltgleichheit gemacht. Das gilt es in ganz Europa durchzusetzen. Klar ist aber auch: Um die Lohnlücke zu schlließen, braucht es ein ganzes Bündel von Gesetzen.

Der Koalitionsvertrag der Berliner GroKo geht dabei in die richtige Richtung. Gleich zu Beginn will die SPD das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit auf den Weg bringen. Außerdem stärken wir die Tariflöhne in der Pflege und bauen finanzielle Ausbildungshürden bei Sozial- und Pflegeberufen ab.

Davon werden vor allem Frauen provitieren, weil sie es sind, die in diesen Branchen arbeiten. Es lohnt sich dafür zu kämpfen. In Europa und besonders in Deutschland, wo Frauen immer noch durchschnittlich 21 Prozent weniger verdienen als Männer.