Kerstin Westphal: SPD-Frauen präsentieren Texte berühmter Sozialdemokratinnen

Titelblatt der Broschüre "Vorwärts! Und nicht vergessen..."

01. Februar 2019

Im Januar 1919 durften Frauen auf nationaler Ebene zum ersten Mal wählen und gewählt werden. Zu diesem 100jährigen Jubiläum präsentieren Würzburger SPD-Frauen Originaltexte der damaligen Vorkämpferinnen, zum Beispiel die erste Rede einer weiblichen Abgeordneten in der deutschen Nationalversammlung, der Sozialdemokratin Marie Juchacz. Bei der „Speakers‘ Corner“ am Samstag, 16. Februar, 11 bis 13 Uhr vor der Würzburger Stadtbücherei (Marktplatz 9), werden Leben und Wirken bedeutender SPD-Politikerinnen zu erleben sein.

„Wir wollen Frauen eine Stimme geben, ganz wie es damals auch war, als sich couragierte und entschlossene Frauen an öffentliche Plätze stellten und für Frauenrechte Politik machten, mit allen damit verbundenen Konsequenzen“, stellt Ursel Kirmeier klar. Kirmeier ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Unterfranken. „Diese mutigen Frauen wurden für ihre Forderung nach Gleichberechtigung verlacht, verhaftet, bespuckt, geprügelt. Ihre Biografien, Reden und Briefe sind äußerst spannend. Das wollen wir den Passanten und Zuhörern vermitteln“, so Kerstin Westphal, SPD-Europaabgeordnete, die ebenfalls bei der Veranstaltung sprechen wird.

„Wir wollen Gleichstellung von Männern und Frauen, sowohl auf dem Arbeitsmarkt, in der Familie, als auch in der Politik“, fordert Westphal, dafür gehe sie auch auf die Straße, so wie es Arbeiterinnen, aber auch Intellektuelle vor 100 Jahren gemacht haben.

Kurzbiografien bedeutender Frauenrechtlerinnen und Würzburger SPD-Politikerinnen erschienen

Die Würzburger Vorsitzende der AsF, die Historikerin Dr. Dorothee Klinksiek, forscht seit vielen Jahren zur Frauengeschichte. Ihr neu erschienenes Bändchen, gestaltet von der Würzburger Stadträtin Gisela Pfannes, wird dort zum ersten Mal vorgestellt. Klinksiek sammelte dafür Kurzbiografien weiblicher SPD-Abgeordneter, darunter auch einige Würzburgerinnen.

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