Kerstin Westphal: Wohnungskrise europäisch bekämpfen!

Kerstin Westphal, MdEP, unterschreibt bei der "Housing for All" Initiative

18. April 2019

Die neue europäische Bürgerinitiative „Housing for all“ startet durch, und die Uhr tickt: Binnen eines Jahres müssen eine Million Unterschriften für bezahlbares Wohnen gesammelt werden - nur dann wird die EU-Kommission tätig.

Nachdem die Initiative in Straßburg auch den Europaabgeordneten vorgestellt wurde, erklärt die fränkische Europaabgeordnete Kerstin Westphal:„Wohnen wird zu einer der sozialen Fragen unserer Zeit. In ganz Europa können sich immer weniger Menschen das Wohnen leisten. Es fehlt bezahlbarer Wohnraum und es wird zu wenig investiert. Die EU muss aktiv werden, um diese „Wohnungskrise“ zu bekämpfen und Wohnen für alle zu ermöglichen“, so Westphal.

„Konkret sollte es für alle Menschen leichter werden, Wohnraum zu finden, den man sich leisten kann. Zudem muss der Zugang zu EU-Finanzmitteln für gemeinnützige Wohnbauträger verbessert werden. Ich unterstütze auch die Idee, Wohnungsbau europäisch zu fördern. Wenn die Städte neue Projekte für Wohnungen entwickeln und mindestens 30 Prozent dieser Wohnungen für Sozialwohnungen reservieren, würden sie Unterstützung aus einem europäischen Topf bekommen“, so Westphal.

„Ein weiteres Problem der Wohnungskrise sind die strengen europäischen Wettbewerbsregeln. Wenn es gelingt diese Regeln zu lockern, können wir mit öffentlichem Geld eine stärkere soziale Durchmischung von Wohnquartieren erreichen“, schlägt die fränkische EU-Abgeordnete vor.

Einige dieser Ideen finden sich auch in der neuen europäischen Bürgerinitiative „Housing for all“. Die InitiatorInnen wollen eine Million Unterschriften sammeln, und so die EU-Kommission zum Handeln auffordern. Kerstin Westphal: „Ich habe schon unterschrieben - und hoffe, dass mehr als eine Million Menschen mitmachen!“

Hier bei der europäischen Bürgerinitiative "Housing for All" unterschreiben